Verein gegen betrügersiches Einschenken

Nachrichten

Wiesn 2009: 13,60 Euro für 1 Weißbier-Mass

VGBE fordert Preisobergrenze für Bier

München, 18. Mai 2009 Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) wiederholt seine Kritik an der Bierpreiserhöhung zur Wiesn 2009. Nach Bekanntgabe durch die Stadt München kostet die Mass in den großen Festzelten auf dem diesjährigen Oktoberfest zwischen 8,55 Euro und 8,60 Euro, die Mass-Weißbier zwischen 9,00 Euro und 13,60 Euro. „Das ist Gier pur und schadet dem Volksfestcharakter des Oktoberfestes“, so Vereins-Chef Jan-Ulrich Bittlinger. Der VGBE fordert die Verantwortlichen im Rathaus auf, endlich die Forderung des Vereins zu übernehmen und eine Preisobergrenze für das Wiesn-Bier festzulegen. „Wenn die Stadträte nicht einschreiten, dann läuft die Wiesn-Marktwirtschaft aus dem Ruder“, vermutet Bittlinger. Bestes Beispiel dabei sei der Preis für eine Mass-Weißbier die zwischen 9,00 Euro und 13,60 Euro liegt.

„Wie die Stadt München 13,60 Euro als ‚angemessen‘ für eine Mass-Bier bezeichnen kann, ist mir schleierhaft“, so VGBE-Präsident Bittlinger. Der VGEB fordert schon seit längerem von der Landeshauptstadt München, dass der Stadtrat in seiner Vollversammlung jährlich eine Preisobergrenze für die Mass-Bier festlegt. Das Oktoberfest sei ein Fest der Münchnerinnen und Münchner und die hätten ein Recht darauf nicht abgezockt zu werden.

Wer glaube, dass bei der Stadt auch nur einer die Preise für die Mass Bier auf „Angemessenheit“ hin überprüfe, der müsse sich nur den Preis bei der Mass Weißbier anschauen. Auf Kritik der Stadt, man könne die Bierpreise nicht festlegen antwortet Bittlinger: „Das ist ein Fest der Stadt, also kann die Stadt auch den Preisrahmen definieren. Und wenn ein Festwirt zu der festgesetzten Preisobergrenze nicht anbieten kann, ja, dann muss halt ein andere ran – das ist eben auch Marktwirtschaft.“



Bierpreiserhöung auf Wiesn ist Unverschämtheit

VGBE: Festwirte sind die Raubritter der Neuzeit

München, 13. Mai 2009 Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) nennt die geplante Bierpreiserhöhung auf dem diesjährigen Oktoberfest eine Unverschämtheit. „Die Rohstoffe und Energiepreise für die Bierproduktion sind deutlich gesunken“, so der VGBE Präsidenten Jan-Ulrich Bittlinger. Für diese Preiserhöhung gebe es überhaupt keine Rechtfertigung. „Die Festwirte sind die Raubritter der Neuzeit“, schlussfolgert Bittlinger. Mit ihrer Gier müssen sie fast schon in einem Satz mit Bankern und Börsenspekulanten genannt werden. Der VGBE erneuert seine Forderung an die Politik, dass zukünftig der Stadtrat eine Bierpreisobergrenze festlegt, wie dies bereits bis in die 1970er Jahre der Fall war.

Die Begründungen einer Bierpreiserhöhung durch die Festwirte sind für den VGBE wie eine alte Schallplatte. „Die wird jedes Jahr wieder gelegt und sagt jedes Jahr wieder das gleiche“, erklärt Bittlinger. So oft, wie das Argument der gestiegenen Lohnkosten als Grund für Preiserhöhungen genannt wurde, müssten die Löhne der Bürgerinnen und Bürger allein in den letzten 10 Jahren um 150% gestiegen sein, spottet der VGBE Präsident. „Und die Braugerste würde schon mit Gold aufgewogen“, ätzt Bittlinger.

Für den Verein gegen betrügerisches Einschenken sie deshalb klar, dass es sich einmal mehr nur um vorgeschobene Argumente handelt. „Der Gewinn soll maximiert werden, auch wenn der Konsum zurückgeht“, so Bittlinger. Die Wirte würden eben die Münchnerinnen und Münchner einmal mehr wie eine Zitrone auspressen. Dabei müssten nicht die Münchner dankbar sein, sondern die Festwirte, dass sie auf dem Münchner Oktoberfest Bier ausschenken dürfen.

Deshalb fordert der VGBE von der Landeshauptstadt München, dass der Stadtrat künftig jedes Jahr eine Bierpreisobergrenze für das Oktoberfest festlegt. So wäre gewährleistet, dass nicht nur die Festwirte vom Erfolg des Oktoberfests profitieren, sondern auch die Münchnerinnen und Münchner durch faire Bierpreise.



VGBE gründet Facebook Gruppe

Social Networking auch für Nicht-Mitglieder

München, 05. Mai 2009 Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) hat eine Facebook Gruppe gegründet. Der Verein verfolgt das Ziel, auch Nicht-Mitglieder anzusprechen. "Wir sind gegen 0,4 Liter Gläser, gegen 0,33 Liter Flaschen Hell und für zwei weitere Zelte auf dem Münchner Oktoberfest", wird die Gruppe auf Facebook beschrieben. Und natürlich setzt sich der VGBE weiter dafür ein, dass in einer Mass genau ein Liter Bier drin ist.

VGBE Gruppe



Bierpreiserhöhung im Biergarten reine Abzocke

Boykottaufruf für Biergärten mit Mass-Preis über 7 Euro

München, 14. April 2009 Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) sieht in der Bierpreiserhöhung in den Münchner Biergärten „reine Abzocke“. „Mit allerlei konstruierten Fakten versucht das Braugewerbe, aber auch die Wirte, die Preisexplosion bei der Mass Bier zu rechtfertigen“, so die Ansicht das VGBE Präsidenten Jan-Ulrich Bittlinger. Tatsache sei aber, dass die Preise für Braugerste und die allgemeinen Energiekosten kräftig gesunken seien. „Das Argument der gestiegenen Kosten zieht also schon seit Mitte letzten Jahres nicht mehr als Begründung für Preiserhöhungen“, so Bittlinger. „Das ist reine Gewinnsucht, wenn jetzt die Preise erhöht werden“, wettert Bittlinger. Der VGBE ruft zum Boykott von Biergärten auf, in denen die Mass Bier mehr als 7 Euro kostet.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken kämpft seit 1899 für eine ordentliche Schankmoral von Wirten und Schankkellnern und setzt sich darüber hinaus für den Erhalt des bayerischen Kulturguts Bier ein. „Bier ist in Bayern ein Grundnahrungsmittel und schon deshalb müssen wir dafür kämpfen, dass Bier bezahlbar bleibt“, so der Vereinsvorsitzende. Während alle Lebensmittel günstiger werden, läuft das Bier zu Hochpreisformen auf.

„Das Grundnahrungsmittel ist schon teuer genug. Und erwiesener Maßen sind die Energie- und Rohstoffpreise in den letzten Monaten gefallen“, erläutert Bittlinger. Nach Ansicht des VGBE bestehe deshalb keinerlei Grund, erneut die Preise für Bier zu erhöhen. Wenn die Brauereien zudem über einen Rückgang beim Bierkonsum jammern, dann sollten sie sich einmal überlegen, ob eine Preiserhöhung wirklich das richtige Mittel ist. „Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Preiserhöhung eher die falsche Antwort auf einen Umsatzrückgang“, so Bittlinger.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken empfiehlt den Verbrauchern, sich preisbewusst zu verhalten und jene Biergärten zu meiden, in denen das Bier zu teuer ist. „Dabei kann man sagen, dass die Mass unter 6 Euro gut ist. Die Mass unter Euro 6,70 geht gerade noch. Diejenigen, die aber sogar über 7 Euro für die Mass Bier verlangen sind Halsabschneider und müssen boykottiert werden“, so Bittlinger.



Keine Bierpreiserhöhung nach Tarifeinigung!

"Grundnahrungsmittel ist schon teuer genug"

München, 03. April 2009 - Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) fordert von den bayerischen Brauereien einen Verzicht auf Bierpreiserhöhungen. Gestern gingen die Tarifverhandlungen im bayerischen Braugewerbe mit einer Einigung zu Ende. „Das Bier ist in den vergangenen Monaten schon teuer genug geworden“, so Jan-Ulrich Bittlinger, Präsident des VGBE. Der Verein vermutet, dass die Tarifeinigung nur einmal mehr willkommenes Mittel sei, wieder an der Preisschraube zu drehen. „Das ist reine Gewinnsucht, wenn jetzt wieder von einer Preiserhöhung die Rede ist“, wettert Bittlinger.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken kämpft seit 1899 für eine ordentliche Schankmoral von Wirten und Schankkellnern und setzt sich darüber hinaus für den Erhalt des bayerischen Kulturguts Bier ein. „Bier ist in Bayern ein Grundnahrungsmittel und schon deshalb müssen wir dafür kämpfen, dass Bier bezahlbar bleibt“, so der Vereinsvorsitzende. In den vergangenen Monaten hätten die Brauereien schon einmal massiv an der Preisschraube gedreht. Damals wurde der Schritt damit begründet, dass die Preise für die Braugerste und die allgemeinen Energiepreise auf dem Weltmarkt so stark gestiegen seien.

„Das Grundnahrungsmittel ist schon teuer genug. Und erwiesener Maßen sind die Energie- und Rohstoffpreise in den letzten Monaten gefallen“, erläutert Bittlinger. Nach Ansicht des VGBE bestehe deshalb keinerlei Grund, erneut die Preise für Bier zu erhöhen. Wenn die Brauereien zudem über einen Rückgang beim Bierkonsum jammern, dann sollten sie sich einmal überlegen, ob eine Preiserhöhung wirklich das richtige Mittel ist. „Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Preiserhöhung eher die falsche Antwort auf einen Umsatzrückgang“, so Bittlinger.



VGBE: Keine höheren Steuern auf Bier!

Bier ist Grundnahrungsmittel und keine Droge

München, 20. März 2009 - Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) spricht sich gegen höhere Steuern auf Bier aus. "Bier ist gerade in Bayern ein Kulturgut und bestimmt keine Droge", so der Präsident des VGBE, Jan-Ulrich Bittlinger. Vielmehr müsse der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol den Menschen vermittelt werden. Aber Alkoholexzesse und Komasaufen bei Jugendlichen lasse sich nun einmal nicht mit höheren Steuern bekämpfen, so Bittlinger. "Wenn die Politik die Folgen sozialer Benachteiligung mit Steuererhöhungen bekämpfen möchte, dann tut sie mir Leid", ist die Ansicht des VGBE-Vorsitzenden.



VGBE hält an Ehrenmitgliedschaft für Beckstein fest

"Ein Politiker der das Maul aufmacht"

München, 01. Oktober 2008 - Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) hält an der Ehrenmitgliedschaft für Günther Becksteins fest. Diese Auszeichnung sei nicht an ein politisches Mandat, sondern ausschließlich an den Einsatz gegen den Schankbetrug gebunden. „Mir ist ein ehemaliger Ministerpräsident der gegen den Schankbetrug kämpft lieber, als drei amtierende Ministerpräsidenten, die ihr Maul nicht aufmachen“, so Jan-Ulrich Bittlinger, Präsident der Bierkontrolleure. Beckstein hatte in der Woche vor dem Beginn des Münchner Oktoberfestes die Schankmoral in den Festzelten beklagt. Über seinen Sprecher ließ Beckstein in der Münchner Abendzeitung mitteilen, dass im Bierzelt „eine Mass eh nur eine gut eingeschenkte Halbe“ sei.

Günther Beckstein habe das ausgesprochen, was viele Menschen in Bayern schon lange wissen. Bei Volksfesten und in Großgaststätten ist der Bierkrug oft nicht voll. Alleine beim Münchner Oktoberfest, das am kommenden Sonntag zu Ende geht, entsteht den knapp 7 Millionen Besuchern ein Schaden von hochgerechnet mindestens 4,5 Millionen Euro durch den so genannten Unterschank.

Der VGBE hätte sich sehr gefreut, wenn Politiker wie der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der bayerische SPD-Landtagschef Franz Maget oder der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber in den vergangenen Jahren den Mut gehabt hätten, derartige Wahrheiten auszusprechen. „Diese Herren sind Mitglied des Vereins gegen betrügerisches Einschenken und vertreten offensichtlich lieber die Interessen der Festwirte“, poltert Bittlinger. Hingegen habe Beckstein, der noch nicht einmal Vereinsmitglied sei, in unvergleichbarer Weise den Schankbetrug gegeißelt. Deshalb sei Beckstein ein Politiker der das Maul aufmache und so jemand gehöre in den Verein gegen betrügerisches Einschenken.

„Wir wiederholen deshalb unser Angebot, dass Ministerpräsident Beckstein jederzeit willkommen bei uns ist“, so Bittlinger.



1-Liter-Mass bleibt so selten wie ein Sechser im Lotto

4,8 Mio. Euro Schaden durch Unterschank auf Wiesn

München, 20. September 2008 - Die Hoffnungen des Vereins gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) ruhten auf den mahnenden Worten des Bayerischen Ministerpräsidenten. Doch auch Günther Becksteins Einlassungen, dass die Massen bei Volksfesten oft schlecht eingeschenkt sind, zeigten bei der Schankmoral auf dem heute begonnenem 175. Oktoberfest keine Wirkung. „Maximal enthält ein Masskrug auf der Wiesn 0,9 Liter Bier“, so Vereinspräsident Jan-Ulrich Bittlinger. Die 1-Liter-Mass sei auf dem Oktoberfest nach wie vor so selten, wie ein Sechser im Lotto. Schuld daran sei auch die Stadt München, die es den Wiesn-Wirten offiziell erlaube, die Gäste pro Mass um 0,1 Liter oder satte 0,80 Euro zu betrügen. „Und die Wirte machen dankbar Gebrauch von dieser Regelgung“, so Bittlinger.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken hat am ersten Wiesn-Samstag bis 15 Uhr 250 Masskrüge in unterschiedlichen Zelten getestet. Negativrekord erreichte dabei wieder die Augustiner Festhalle. Gleich 12 Masskrüge waren mit weniger als 0,8 Liter gefüllt. Schon bei einer durchschnittlichen Füllmenge pro Masskrug von lediglich 0,9 Liter entsteht den Oktoberfestbesuchern ein Schaden von hochgerechnet 4,8 Millionen Euro. Zugrunde gelegt sind dabei ein Durchnittspreis pro Mass von 8 Euro bei 6 Mio. verkaufter Mass Bier in 16 Tagen Oktoberfest. „Es ist von uns aber sehr großzügig gerechnet, denn leider hat bei weitem nicht jede Mass 0,9 Liter Bier zum Inhalt“, so Bittlinger.

Die Oktoberfest-Wirte spricht Bittlinger dabei fast von Schuld frei. „Das sind Unternehmer und die versuchen ihren Gewinn zu 100% zu optimieren“, sagt der Chef-Schankwächter. Schuld trägt nach Ansicht des Vereins vor allem die Landeshauptstadt München, die den Wirten faktisch einen Freibrief zum „Bescheißen“ ausgestellt hat. „Ich möchte nicht wissen, was die Ordnungsbehörde mit einem Metzger macht, der seine Waage derart manipuliert“, fragt Jan-Ulrich Bittlinger. Dem werde zurecht sofort die Lizenz entzogen. Deshalb sei die Stadt München und Oberbürgermeister Ude aufgefordert, den „städtisch verordneten Betrug“ umgehend einzustellen.



VGBE bietet Beckstein Ehrenmitgliedschaft an

4,5 Mio. Euro Schaden durch Unterschank auf Wiesn

München, 17. September 2008 - Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) will dem Bayerischen Ministerpräsident Günther Beckstein die Ehrenmitgliedschaft verleihen. In einem Brief an den Ministerpräsidenten bedankte sich Vereinspräsident Jan-Ulrich Bittlinger (33), dass Beckstein als erster Bayerischer Ministerpräsident deutlich und „mit unvergleichbaren Worte“ den Schankbetrug vieler Wirte beim Namen genannt habe. „Es ist in der Tat so, dass die 1-Liter-Mass bei Volksfesten, in Biergärten und Wirtshäusern fast so einen Seltenheitswert hat, wie ein Sechser im Lotto“, so Bittlinger. Damit würden die Gäste alleine auf dem Oktoberfest um über 4,5 Millionen Euro betrogen. Beckstein wäre nach dem früheren Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, der zweite Bayerische Ministerpräsident, der die Ehrenbezeichnung des Vereins erhalten würde. Doch nach Ansicht des VGBE hätte keiner diese Auszeichnung mehr verdient als Ministerpräsident Beckstein.

„Bisher hat sich kein Ministerpräsident so verdient gemacht um eine gut eingeschenkte Mass Bier, wie Beckstein“, urteilt Präsident Bittlinger. Deshalb liege es nahe, Beckstein diese Auszeichnung zu verleihen. Im Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. sind viele Politiker Mitglied: Christian Ude ebenso wie Edmund Stoiber oder Franz Maget, aber niemand habe sich in der Vergangenheit so unmissverständlich für die Verbraucherinteressen eingesetzt, wie dies in den letzten Tagen Ministerpräsident Beckstein getan habe.

Unter Oberbürgermeister Christian Ude wird in München immer noch der Unterschank geduldet und von der Stadt München sogar gefördert. Auf dem Oktoberfest, in Biergärten und Wirtshäusern muss die Mass Bier lediglich 0,9 Liter Bier enthalten, erst wenn weniger im Masskrug ist, schreiten die Behörden ein. Alleine während des 16-tägigen Oktoberfests entsteht so ein Schaden für die Verbraucher von über 4,5 Millionen Euro. Die Wirte freuen sich über die zusätzlichen steuerfreien Mehreinnahme, der Gast hat das Nachsehen.



Staatsregierung: Masskrüge schlecht eingeschenkt

VGBE: Mit 2 Mass kein Auto fahren!

München, 16. September 2008 - Was der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. mit seinen permanenten Schankkontrollen stetig nachweist, wurde nunmehr vom Ministerpräsidenten Günther Beckstein amtlich bestätigt: Auf Volksfesten sind die Masskrüge oftmals nicht voll. „Wir finden es respektabel, dass der Bayerische Ministerpräsident den Mut hat, diese Erkenntnis deutlich auszusprechen“, so der Präsident des VGBE, Jan-Ulrich Bittlinger (33). „Er ist bei uns im Verein herzlichen willkommen!“ Allerdings empfiehlt der Verein keinem Festzeltbesucher 7 Stunden lang an zwei Mass Bier herumzuzuzeln, wie es Beckstein propagiert. „Hier beweist der Ministerpräsident ausdrücklich keinen guten Geschmack“, findet Bittlinger. Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. fordert von der Bayerischen Staatsregierung nach der mutigen Unterschank-Erkenntnis jetzt auch aktives Handeln, um die Verbraucher vor betrügerischem Einschenken zu schützen.

Für den VGBE ist es immer noch ein Unding, dass die Stadt München den Festwirten auf dem Oktoberfest erlaubt, statt 1,0 Liter lediglich 0,9 Liter in den Masskrug einzuschenken. Erst wer weniger als 0,9 Liter einfüllt, hat mit Sanktionen der Ordnungsbehörden zu rechnen. „Auf diese Weise kassieren die Wirte bei 6 Millionen ausgeschenkter Mass Bier satte 4,5 Millionen Euro zusätzlichen von den Gästen, ohne dafür eine Leistung zu erbringen“, rechnet der VGBE-Präsident vor. Das sei förmlich eine Einladung zum Betrug. Während der Wiesn 2007 kam die zuständige städtische Ordnungsbehörde zu der Erkenntnis, dass es die 1-Liter-Mass auf dem Oktoberfest faktisch nicht gibt.

Der VGBE fordert von der Staatsregierung eine Initiative, die den Schankbetrug landesweit bekämpft. So müssen die Behörden personell besser ausgestattet werden, damit Schankkontrollen überhaupt durchgeführt werden können. „Außer auf dem Münchner Oktoberfest finden in Bayern keine behördlichen Schankkontrollen auf Volksfesten, in Biergärten oder Wirtshäusern statt“, so Bittlinger. Auch empfiehlt der VGBE dem Ministerpräsidenten eine bessere Abstimmung seines Kabinetts. Gesundheitsminister Otmar Bernhard erklärte noch auf dem Aubinger Herbstfest im Münchner Westen im Jahr 2007, der Verein gegen betrügerisches Einschenken sei überflüssig, da in ganz Bayern gut eingeschenkt werde.

Beim Thema Fahrtüchtigkeit nach zwei Mass Bier komme man aber nach Ansicht des VGBE nicht mit dem Ministerpräsidenten zusammen. „Wer ein Volksfest besucht und ein Bier trinken will, der soll das Auto stehen lassen, auch schon nach einer Mass“, so Bittlinger. Mit seiner umstrittenen Aussage spiele der Ministerpräsident jenen in die Hände, die die Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger zunehmend abschaffen wollen. Für den VGBE ist klar: Bier ist in Bayern ein Traditionsgut, alkoholisiert Autofahren nicht. „Und Komasaufen bei Kindern schon dreimal nicht“, poltert Bittlinger.



Neuer Termin für Mitgliederstammtisch 2008

Wir haben unsere Termine für den monatlichen VGBE-Stammtisch im Hofbräuhaus geändert. Damit ist es nun auch Berufstätigen möglich teilzunehmen:

MITGLIEDERSTAMMSTISCH
An jedem 1. Donnerstag im Monat
von 19-22 Uhr im Aloisiusstüberl (Schwemme)
im Münchner Hofbräuhaus, Platzl 9, 80331 München



Neue Mitglieder im erweiterten Präsidium

Der Präsident des VGBE ernennt die Mitglieder des erweiterten Präsidiums. Neu im Team des Vereins sind der Schriftführer Dierk Beyer, Florian Bieberbach, zuständig für die Mitgliederversammlung, Christoph Mossbauer für die Kampagnenplanung, Rainer Jünger für die Internetbetreuung und Till Reichert als Festwart für Mitgliederversammlungen und Feste.

Hier finden Sie eine Liste des Präsidiums



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