Verein gegen betrügersiches Einschenken

Das Wiesn-Bürgerbegehren

Pro Tradition und Gemütlichkeit!
Rettet unsere Wiesn!



Das Oktoberfest hat den Charakter eines traditionellen, bayerischen Volksfestes weitgehend eingebüßt. Ein spontaner Wiesn-Besuch ist für Münchnerinnen und Münchner kaum mehr möglich. Unabhängig vom Geldbeutel, unabhängig davon, ob man prominent ist oder nicht, muss jeder Münchner die Möglichkeit haben, einen Sitzplatz auf dem Oktoberfest zu bekommen. Leider gilt beim Oktoberfest schon seit einigen Jahren das bayerische Motto „Leben und leben lassen“ nicht mehr. Zu wenig werden die Interessen der Besucher berücksichtigt, zu sehr steht der reine Kommerz im Vordergrund. Wir wollen keine Ballermann-Wiesn. Wir wollen eine Wiesn die wieder Spaß macht. Ein Oktoberfest für Jung und Alt, gemütlich und familienfreundlich. Als Münchner Traditionsverein, mit Mitgliedern jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Schicht, sehen wir es als unsere Aufgabe an, eine breite Diskussion über die Zukunft der Wiesn anzustoßen.


5 Forderungen für eine gemütliche und familienfreundliche Wiesn


1. Zwei zusätzliche Zelte
In den vergangenen Jahren waren die Festzelte immer öfter und immer früher wegen Überfüllung geschlossen. So ist für die Münchnerinnen und Münchner ein spontaner Wiesnbesuch meist nicht mehr möglich. Zwei zusätzliche Zelte in den Jahren ohne Zentrales Landwirtschaftsfest schaffen bis zu 20.000 zusätzliche Sitzplätze (12.000 innen, 8.000 außen). Die damit einhergehende Erweiterung des Oktoberfests auf den Südteil der Theresienwiese (bisher genutzt als Parkplatz), bietet zudem die Möglichkeit, Rettungswege zu verbreitern und so die Sicherheitslage gerade an den Wochenenden zu verbessern.

2. Generelles Reservierungsverbot im Mittelschiff der Festzelte
Das Münchner Oktoberfest war bisher dafür bekannt, dass man ohne Reservierung eine Mass Bier trinken und ein Hendl essen konnte. In den vergangenen Jahren wurde das Reservierungsverbot im Mittelschiff der Festzelte immer mehr aufgeweicht. Die Folge: Wer nicht mindestens 20 Mass Bier und 10 Hendl im Vorfeld der Wiesn zu einem bestimmten Termin abnimmt, erhält keinen Sitzplatz mehr. So wird die Wiesn zum Fest für Besserverdiener und verliert ihren Charakter als Volksfest.

3. Höchstgrenze beim Bierpreis & Koppelung an die Inflationsrate
Das Münchner Oktoberfest ist die bekannteste deutsche Marke. Münchner Brauereien werben weltweit mit unserem Volksfest. Die Brauereien müssen aber keinerlei Geld für diese Werbung bezahlen, deren Gegenwert mit mehreren Millionen zu beziffern ist. Sämtliche Kosten für Standmiete und Zeltaufbau werden über den Bierpreis auf die Gäste abgewälzt. Deshalb ist es nur gerecht, eine Höchstgrenze ab 2008 von 6,00 Euro pro Mass festzusetzen. In den darauf folgenden Jahren steigt der Bierpreis entsprechen der Inflationsrate (gemäß Statistisches Bundesamt).

4. 50% Preisnachlass für Kinder und Familien & Volksmusik bis 18 Uhr
Das Münchner Oktoberfest muss ein Fest der Generationen und Familien bleiben, denn dies machte in der Vergangenheit den unverwechselbaren Charakter der Wiesn aus.

Ruhigere Wiesn bis 18 Uhr
Ausschließlich bayerische Volksmusik
Bayerischer Volkstanz, Plattler, Goaßlschnalzer

Familienwiesn
50% Rabatt auf Kinderpreis bei Schaustellern und Fahrgeschäften an Familientagen
Pro Festzelt und Gastronomie ein Familiengericht zu reduzierten Preisen
Schaffung eines Nichtraucher-Familienzelts, mehr Toiletten (v.a. für Frauen) und Wickelmöglichkeiten

5. Null-Toleranz bei Schankkontrollen & Ergebnis täglich veröffentlichen
Das Kreisverwaltungsreferat kommt in seinem Wiesn-Bericht 2006 zu der Erkenntnis, „dass die Schankkellner nicht mehr den vollen Liter einschenken, sondern den Toleranzbereich als Zielvorgabe betrachten“. Die Landeshauptstadt München gesteht den Festwirten zu, dass die Mass nicht 1 Liter Bier enthalten muss, sondern lediglich 0,9 Liter. Dieser tolerierte Unterschank bringt den Wirten eine Mehreinnahme pro Mass von über € 0,70. Hochgerechnet auf die während der Wiesn verkauften Mass Bier beträgt die Schadenssumme zu Lasten des Gastes über 4 Millionen Euro! Deshalb muss die Toleranzgrenze der Landeshauptstadt München abgeschafft werden. Zudem müssen die Ergebnisse der Schankkontrollen des Kreisverwaltungsreferats mit Nennung des Festzeltes täglich veröffentlicht werden, damit der Verbraucher entscheiden kann, sein Bier bei einem anständigen Festwirt zu trinken.


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