Halbherzig, aber immerhin:

CSU übernimmt Forderung des VGBE nach mehr Sitzplätzen für Münchnerinnen und Münchner

Viele Jahre hat es gedauert, bis sich die Forderungen des VGBE nach einer gemütlichen und familienfreundlichen Wiesn auch in den Köpfen der Münchner Rathauspolitiker allmählich durchsetzen.

Im Jahr 2012 startete der VGBE eine Online-Petition für mehr Sitzplätze für Münchnerinnen und Münchner. Und es dauert keine drei Jahre und schon übernimmt der CSU-Bürgermeister Josef Schmid die Forderung des Vereins - leider nur halbherzig! Denn die Regelung sollen die Wirte freiwillig umsetzen. Das wird zwar nicht funktionieren, aber der Anfang ist gemacht.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. fordert weiterhin die vollständige Umsetzung seines Konzepts. 50% der Sitzplätze werden zukünftig über ein Buchungsportal kontingentiert für Münchner, Bayern und internationale Gäste zur Verfügung stehen. Das Konzept sieht weiter vor, dass lediglich noch 20% der Sitzplätze durch den Festwirt vergeben werden und 30% generell reservierungsfrei bleiben.

Für die Erarbeitung des Reservierungsvorschlags waren folgende Punkte entscheidend:

  • Ein grundsätzliches Reservierungsverbot in den Mittelschiffen der Festzelte bringt nicht mehr Menschen in den Genuss, die Wiesn live in den Festzelten zu erleben.
  • Der Volksfestcharakter soll wiederbelebt werden. Dafür ist eine „gesunde Mischung“ in den Festzelten notwendig. Mittels eines Buchungsportals kann Einfluss auf die Herkunft der Gäste genommen werden. Die Festwirte können so die Zusammensetzung der Reservierungen über eine Kontingentierung beeinflussen.

Für die organisatorische Durchführung des neuen Reservierungskonzepts schlägt der VGBE-Präsident die Gründung eines Vereins vor, in dem jeder Mitglied werden kann. „So kann garantiert werden, dass die Arbeit fair und transparent abläuft“, findet Bittlinger. Buchungen sollen nach dem VGBE-Konzept ausschließlich über Internet erfolgen. Ob man einen Tisch bekommt, hängt vom Losglück ab.


Rückblick 2012: VGBE fordert mehr Sitzplätze für Münchner und Bayern! Reservierungskonzept für das Oktoberfest vorgelegt.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) legt ein Reservierungskonzept für die Festzelte auf dem Oktoberfest vor. Demnach sollen 50% der Sitzplätze zukünftig über ein Buchungsportal kontingentiert für Münchner, Bayern und internationale Gäste zur Verfügung stehen. Das Konzept sieht weiter vor, dass lediglich noch 20% der Sitzplätze durch den Festwirt geben werden und 30% generell reservierungsfrei bleiben. „Jeder kann hierfür unsere Online-Petition an Oberbürgermeister Christian Ude unterschreiben, um dem Konzept die notwendige Unterstützung zu verleihen“, sagt Jan-Ulrich Bittlinger, Präsident des VGBE. Zudem möchte der VGBE die Festwirte verpflichten, die Biergärten bei Regen mit Markisen zu überdachen.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende, Josef Schmid, hat auf die Online-Petition geantwortet und dazu folgendes geäußert:

„Die CSU-Stadtratsfraktion hat dieses Jahr -erneut- eine Initiative für einen weiteren Wiesn-Montag gestellt. Zahlreiche Einheimische meiden inzwischen das Oktoberfest, weil sie keine Plätze in Zelten bzw. Biergärten mehr erhalten. Spontanbesuche der Münchnerinnen und Münchner auf ihrem eigenen Fest werden daher häufig zu einem frustrierenden Erlebnis und führen zum Teil auch dazu, dass die Einheimischen das Oktoberfest meiden. Andererseits ist der Hinweis der Wirte ernst zu nehmen, dass bei einer Verringerung der Reservierungsquote auch viele Münchner Stammgäste (viele Privatpersonen und kleine und mittelständische Münchner Unternehmen) keinen Platz mehr erhielten. Nach Auskunft der Wirte sind noch immer über 80 Prozent (!) der Reservierungen aus dem Postleitzahlbereich 8xxxx. Die Verlängerung der Wiesn um einen Montag als reservierungsfreien „Einheimischen-Tag“ könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und auch dem Bedürfnis der Einheimischen, in Ruhe einen Wiesnbummel mit entsprechendem Verzehr durchzuführen, entgegen kommen. Es steht zu vermuten, dass an diesem Montag die überwiegende Anzahl der Wiesn-Touristen München bereits wieder verlassen hat und sich somit auch der Druck auf Zelte und Biergärten von alleine reduziert, somit eine Entzerrung stattfindet. Eine entsprechende Erfahrung wurde mit der historischen Wiesn gemacht, als deswegen einmalig das Oktoberfest um einen Montag verlängert wurde. Eine entsprechende Vorlage des Wirtschaftsreferenten zur Reservierungspraxis wurde bereits zweimal auf Wunsch der Verwaltung vertagt. Meine Fraktion wird sich in der anstehenden Debatte um eine Lösung im Sinne der Einheimischen bemühen!“



Beschränkung von Firmen- und Promireservierungen
Mehr Sitzplätze für Münchner, Bayern und internationale Gäste

Die meisten Sitzplätze in den Festzelten werden vom Festwirt für so genannte Stammkunden reserviert. Das sind meist Promis, Politiker oder Firmen. So bleibt für die normalen Menschen kein Platz auf der Wiesn. Wir haben deshalb den Vorschlag gemacht, dass der Wirt nur noch 20% der Sitzplätze selbst reservieren darf. 30% der Plätze bleiben grundsetzlich reservierungsfrei. Die verbleibenden 50% können Münchner, Bayern und internationale Gäste über ein unabhängiges Buchungsportal reservieren. So kommen mehr Gäste in den Genuß, das Oktoberfest hautnah zu erleben und nicht nur vor den geschlossenen Türen.

 


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